 |






NEU: DSV-Aktivzentrum für Nordic Walking und Langlauf
|
 |
 |
 |

|
 |
|
Berge in der Alpenwelt Karwendel
Weiter oben ist man dem Himmel ein Stück näher. Das wusste schon der Bayerische Märchenkönig und baute sich hier ein Jagddomizil . Herrliche Gipfel locken naturbegeisterte Wanderer und Bergsteiger. Und ist auch schon der Weg das Ziel – die Augenblicke unter einem Gipfelkreuz werden unvergesslich bleiben.
|
 |

|
 |
|
Das Karwendel
Geographisch und geologisch gesehen ist das Karwendel mit seinen drei Ketten eine Fortsetzung der Wettersteinkette, der Arnspitzgruppe und der Mieminger Kette.
Kranzberg, 1392m Vom Gipfel aus hat man eine herrliche Rundsicht. Ein sogennanter „Kranz von Bergen“, daher der Name, bildet sich um den Betrachter. Im Dienste des Fremdenverkehrs wurde 1949/50 ein Sessellift vom Kalvarienberg nach St. Anton errichtet. Auf der Höhe von St. Anton befindet sich ein Gasthaus, am Gipfel selber erreicht der Wanderer das 1896 errichtete Kranzberghaus, welches ebenfalls bewirtschaftet ist.
Wetterstein, 2478m Von Mittenwald führt eine für Kraftfahrzeuge gesperrte Forststraße über den Lautersee zum Ferchensee. Zwischen den beiden Seen biegt der Weg zur Oberen Wettersteinspitze links ab. Unterhalb der Ferchenwälder geht man den mäßig steigenden Weg bis zur Abzweigung (Abstieg zum Ferchensee). Nun bewegt man sich auf dem Schützensteig einen halben Kilometer südlich aufwärts zum Gamsanger (1974 m). Vom Gamsanger weiter südlich auf dem Bergrücken über Schutt und Geröll in die Scharte zur Wettersteinspitze.
Arnspitze, 2196m Die Arnspitze ist, geologisch gesehen, Bindeglied zwischen Wetterstein und Karwendel. Vom Gasthaus zur Mühle in der Unterleutasch geht man durch den Wald in vielen Kehren (etwa 1 1/2 Std.) hinauf zur Riedbergscharte (1450m). Von ihr aus über den Rücken südlich empor über die Achterköpfe, gelangt man später in der Ostflanke unter der Arnspitze entlang zu einer Unterstandshütte, die auf 1920 m Höhe liegt. Nun steigt man westlich hinauf zu einem Sattel im Südostgrat und auf diesem über Schrofen und Schutt in Kehren zum Gipfel. Etwa 2 1/2 Std. von der Riedbergscharte.
In der Eiszeit überragte die Große Arnspitze den höchsten Stand des Eises um 76m. Zentralalpines Gestein ist in der Umgebung der Arnspitzhütte auf fast 2000 m zu finden. Am Fuß der Arnspitze befindet sich der berühmte Gletscherschliff nahe der Gaststätte „Gletscherschliff“.
|
 |
 |
 |
 |
 |


|
Westliche Karwendelspitze, 2385mDie Vordere Karwendelkette wird durch fünf Hütten erschlossen. Die im Sommer bewirtschaftete Brunnsteinhütte der AV Sektion Mittenwald, 1560m, ist der Stützpunkt für Ersteigung der Brunnsteinspitze, 2180m, einem wunderschönen Aussichtsberg. Der Zugang zur Hütte erfolgt auf einem Serpentinensteig zwischen Sulzlelahne und Roßlahne durch den Schwarzwald. Die Latschenfelder in der Ost- und Westflanke des Brunnsteins fielen größtenteils den Waldbränden 1921, 1942 und 1948 zum Opfer. Der vom Brunnstein nach Norden verlaufende Grat über Kirchle-, Sulzleklamm zur Linderspitze ist durch die Anlage des technisch gut gesicherten Höhenweges der AV Sektion Mittenwald gut begehbar. Die ebenfalls im Sommer bewirtschaftete Mittenwalder Hütte, 1519m bildet den Ausgangspunkt für die Besteigung der Viererspitze, 2053m, der Karwendelköpfe und des Koflerturmes über die Vordere Kreuzklamm evtl. auch über die Schieferklamm. Dies ist kein ungefährlicher Aufstieg, da es hier keinen präparierten Weg gibt. Weiters kann man von hier aus die Westliche Karwendelspitze, 2385m, erklimmen über den Steig durch die „Wanne“, welche durch Drahtseil gesichert ist. Hier ist auch ein leichter Übergang zum Dammkar möglich. Außerdem kann man über teilweise neuangelegte Steige von der Mittenwalder Hütte auch auf den Lindlähnkopf, 1779m, ebenfalls drahtseilversichert, hinaufsteigen. Die von der AV-Sektion Mittenwald um 1879 errichtete und 1931 bedeutend vergrößerte Hütte fiel 1946 einer Brandstiftung zum Opfer. Die jetzige Hütte wurde 1949 wieder neu erbaut und bietet Übernachtungsgelegenheit für 32 Personen. Hüttenzugang hat man von der Talstation der Karwendelbahn über das Kitzeck auf einem Serpentinensteig. |
 |

|
 |
Die aus Natursteinen gebaute Dammkarhütte wurde 1950 von einem Bergführer anstelle einer 1945 von einer Lawine weggerissenen Holzhütte lawinensicher auf dem Dammkarbödele, 1650m, errichtet. Sie ist so in das Kar eingebaut, dass evtl. Schneemassen ungehindert über das Dach weggleiten können. Von Ostern bis Kirchweih bewirtschaftet, ist sie ein wertvoller Stützpunkt für Skifahrer im Dammkar und für die Bergsteiger von Predigtstuhl (1920m), Tiefkarspitze (2432m) und Westlicher Karwendelspitze (2385m). Vom „Bankele“ (1340m) aus, führt ein Steig unterhalb des Mitterkares vorbei zu der bewirtschafteten Hochlandhütte, 1630m, die den Ausgangspunkt für eine Bergtour auf den Wörner (2476m) bildet. Über den Wörnersattel gelangt man auf einen Steig zur Vereiner Alm. Die 2004 neu errichtete Krinner-Kofler-Hütte, 100 m östlich der Almgaststätte Vereiner Alm, 1401m, bietet Unterkunft für etwa 35 Personen. Sie ermöglicht auch Wanderungen im Vorkarwendel zur Schöttelkarspitze, Feldernkopf, Reißende Lahn und Soiernspitze mit Übergang zu den Soiernseen. Der Weg von der Vereiner Alm entlang dem forellenreichen Fermersbach führt zum Grenzübergang nach Hinterriß. Der Zugang zur Hütte erfolgt entweder auf dem Fahrweg links des Seinsbaches oder über den romantischen Jägersteig mit Wasserfällen und Höhlen rechts des Seinsbaches. Die Vereiner Alm wird als Besitz von Mittenwalder Bürgern erstmalig 1806 genannt. Etwa 1850 erwirbt ein Graf von Pappenheim die Vereiner Alm und verpachtet sie an Interessenten. Der berühmteste Pächter ist Herzog Adolf von Nassau – 1868, der spätere Großherzog von Luxemburg. Er pachtet auch vom Bayerischen Staat das Jagdrevier rechts der Isar. Zu seiner Zeit entsteht auf der Vereiner Alm ein ganzes Dorf – Haus des Großherzogs, Damenhaus, Haus der Kavaliere, Bäckerei, Küche, Jägerhütte, Arbeiterhütte – und halb Mittenwald stand in luxemburgischen Diensten als Jäger, Arbeiter, Handwerker, Träger usw. Der erste Weltkrieg und die Revolution setzten dem Leben auf der Vereiner Alm ein Ende. 1933 wurde die Unterkunftshütte für Bergsteiger auf der Vereiner Alm als Krinner-Kofler-Hütte zur Ehrung der beiden in den Westalpen abgestürzten Mittenwalder Bergsteiger benannt.
|
 |

|
 |
|
Das Soiern-Gebirge
Das Soiern-Gebirge, auch Vorkarwendel genannt, gehört zu den Nördlichen Kalkalpen. Das Gebirge erhielt seinen Namen von den beiden Soiern-Seen. Es gehört zum Naturschutzgebiet Karwendel, welches für seinen Wildreichtum, sowie seine reiche unberührte Pflanzenwelt bekannt ist. Das Herz des Gebirges und Ausgangspunkt für viele Wanderungen ist der Soiernkessel mit dem Soiernhaus und den Soiernseen. Man erreicht den Kessel direkt über den Seinskopf oder über die Fischbachalm. Früher war dies das Jagdschloß des Grafen Holnsteins, der die Jagd von Ludwig II. pachtete. Später war sie Jagdaufenthalt von Prinzregent Luitpold. Die Alm ist im Sommer bewirtschaftet und von den Wallgauern Bauern zum Beweiden (Bestoßen) gepachtet. Über den Lakaiensteg erreicht man ebenfalls den Soiernkessel. Der Steig wurde von den Lakaien Ludwig II. benutzt. Er ist ein schöner, aussichtsreicher Steig, der nur für schwindelfreie Wanderer geeignet ist. Der Weg über den „Hundstall“ ist leichter begehbar. Das Soiernhaus (1562m) wurde 1866 von einem Zimmermeister Schwarzenberger aus Lenggries im Auftrage Ludwigs II. erbaut. 1868 kam Ludwig II. auch zum ersten Mal in das Jagdhaus. Er jagte selber nicht, sondern genoß die Stille und Grandiosität der Landschaft. Später wurde es von Prinzregent Luitpold als Jagdaufenthalt benutzt. Heute ist es im Besitz des Alpenvereins. Der Soiernkessel bietet dem Wanderer eine eindrucksvolle Kulisse, sowie ein geologisches Bilderbuch. Der Kessel wird von einem halben Dutzend Gipfel umrundet, die ohne weiteres an einem Tag erwandert werden können. Die erste Anlage des Kessels war tektonisch, wurde aber dann von Eis, Wind und Wetter weiter bearbeitet und bildet so ein von Eis geformtes Kar. In der Mitte liegen die beiden Soiernseen (1562m). Da sie weder einen sichtbaren Zu- noch Abfluß haben, nennt sie der Volksmund auch „Himmelsaugen“. Ludwig II. pflegte sich nachts in einem extra für ihn gebauten Kahn darauf herumrudern zu lassen. Um die Seen befinden sich urwaldartige Baumbestände und eine überaus reiche Pflanzenwelt. Schöttlkarspitze, 2049mVon Krün aus in ca. 4 ½ Stunden erreichbar bietet sie eine herrliche Rundsicht über das Karwendel, das Wettersteingebirge, die Bayerische Hochebene und einen Teil der Zentralalpen. Bei klarem Wetter sind 14 Bergseen sichtbar. Ludwig II. ließ darauf einen Pavillion aus Zedernholz erbauen, wobei 14 m des Gipfels abgesprengt werden mussten. Der Pavillion brannte später ab. Der Schwarzkopf, 1109mist ein Aussichtspunkt mit schönem Tiefblick auf das Krüner und Wallgauer Hochtal. Der Seinskopf, 1962mVon Krün aus ist der Seinskopf in ca. drei Stunden zu erreichen und bietet ebenfalls einen herrlichen Ausblick, geht man hier noch einen Abstecher weiter kommt man zum Signalkopf (1895m), der aus einer senkrecht stehenden Plattenkalkformation besteht. Weitere Gipfel sind - die Reißende Lahnspitze, 2209m
- der Feldernkopf, 2048m
- das Feldernkreuz, 2071m
- Krapfenkarspitze, 2110m
- Gumpenkarspitze, 2010m
|
 |
 |
 |
 |
 |

|
Das Estergebirge
Die Wallgauer Hausberge, Krepelschoffen und Simetsberg gehören zum Estergebirge. Es befindet sich am äußersten Nordrand der Kalkalpen. Es ist ein einsames Berggebiet mit geradezu hochalpinem Charakter, das nicht weniger als 20 Gipfel zählt. Trotzdem kann es an einem Tag durchquert werden. Es ist ein ausgesprochenes Wandergebiet indem Klettertouren fehlen. Es beherbergt eine vielseitige und ursprüngliche Pflanzenwelt, die mit den seltensten Arten wie beispielsweise der Frauenschuh in der Finzbachklamm, vertreten ist. Ebenso interessant ist die Tierwelt des Gebietes: Rotwild, Gamswild, Auerhuhn, Birkhuhn, Schneehuhn u.a.
Simetsberg, 1836m Der dem Estergebirge nordöstlich vorgelagerte Simetsberg steht als Berg völlig isoliert und bietet hervorragende Fernsicht. Er hat bequeme Anstiegswege und wird im Winter zum Skitouren gehen sehr geschätzt. Von Wallgau aus ist er in vier Stunden erreichbar. Der Wallgauer Trachtenverein gab |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
Die Krüner Alm (Hochalm) sowie die Finzalm (Niederalm) sind private Almen der Bauern. Die Krüner Alm ist ebenfalls wegen ihrer großartigen Rundsicht bekannt. Im Sommer werden beide Almen abwechselnd bewirtschaftet. Die Finzalm erreicht man in ca. 2 Stunden von Wallgau aus, für die Krüner Alm benötigt man ca. 3 ½ Stunden. Die Wallgauer Alm wird ebenfalls mit Vieh bestoßen und ist im Sommer ab Mitte Juni bewirtschaftet und erreicht man in ca. 3 Stunden. |
|
 |
|
|
|
 |
 |



|
 |